Archiv der gespielten Stücke (Theateraufführungen)

Quijotes letzter Auszug - Ein Monolog von Steffen Mensching

Regie:

Sebastian Bandt

Darsteller

Norman Jahnke

Bühnenbild/Kostüme

 

Musikalische Leitung

 

Verlagsrechte

 

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Inhaltsangaben

 

Ein jeder Milchbart, Weichling, darf sich das Maul zerreißen über ihn, den Irren, der mit Mühlen kämpfte. So braucht jedes Land Idioten, aus denen es Erbauung zieht. Er wurde ungefragt zum Schutzpatron der Memmen, die jedes Mäuschen, jeden Gnom, ganz abgesehen von wirklichen Gefahren, Windmühlen nennen dürfen, gegen die anzutreten- sein Beispiel hätte es bewiesen- verhängnisvoll und sinnlos schiene.
Wo Kleinmut herrscht, fehlt selten der Begriff: man spricht von Donquijoterie.

Die mit großem Erfolg bei der langen Nacht der Theater gelaufene Inszenierung des künstlerischen Leiters der Stadt-Spiel-Truppe, Sebastian Bandt, zeigt den Ritter von trauriger Gestalt nach seinem dritten Auszug.

Cervantes beschrieb die ersten beiden in seinem Roman. Steffen Mensching den dritten in einem Monolog, der die Figur des Don Quijote über sich hinaus wachsen lässt, und den ursprünglichen Helden vermengt mit seiner Sprichwörtlichkeit zum Sinnbild, zum sinnlichen Bild für Freiheit und Wahrheit macht. Die Freiheit ist seine und Wahrheit das, was hätte sein können. Gespielt von Norman Jahnke, entstand ein anderthalbstündiges
Theater, das in auswegloser Kulisse Mut macht zu scheitern, grandios zu scheitern. Ist denn das, was der Sieger sagt, nur wahrer, weil er siegte?

 

 

 

 

 

 

 

 

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